Reifen-Lexikon von A bis Z
Das Reifen-Lexikon von A bis Z erklärt 60 Fachbegriffe so, dass du sie beim nächsten Werkstattgespräch, Reifenkauf oder Testbericht sicher einordnest. Vorab zeigen wir, wie sich ein technisches Glossar liest und warum Begriffe selten allein stehen.
Von Lena Brandt, fachlich geprüft von Tobias Rehm. Stand Oktober 2026.

Eine Leserin schrieb uns im Sommer, sie habe drei Wochen lang Reifentests gelesen und trotzdem nicht verstanden, was das „XL“ hinter der Größe bedeutet. Es stand auf jedem zweiten Reifen, und niemand erklärte es. Für solche Momente gibt es dieses Lexikon, aber es will richtig benutzt werden. Ein technisches Glossar liest man nicht von A bis Z wie einen Roman. Man schlägt es auf, wenn ein Wort im Weg steht, und nimmt dabei oft mehr mit, als man gesucht hat. Die Grundlagen zu Reifen stehen auf der Startseite, die Wörter dazu stehen hier.
Begriffe stehen nie allein
Reifenwörter bilden Familien. Wer einen Begriff kennt, ahnt seine Nachbarn, und wer einen nicht kennt, bleibt meist gleich bei mehreren hängen. Die Tabelle zeigt, wie sich die 60 Einträge grob ordnen.
| Familie | Beispiele | Wo du ihnen begegnest |
|---|---|---|
| Maße | Reifenbreite, Querschnittsverhältnis, Abrollumfang | Flanke, Zulassungsbescheinigung |
| Material | Gummimischung, Karkasse, Lamellen | Reifenaufbau, Herstellerangaben |
| Kennzeichen | Lastindex, Geschwindigkeitsindex, DOT-Nummer, Alpine-Symbol | Flanke, EU-Label |
| Zustand | Profiltiefe, Höhenschlag, Standplatten | am Rad, in der Werkstatt |
| Recht | Zulassungsbescheinigung Teil I, Reifenfreigabe, E-Prüfzeichen | Papiere, Gutachten, Hauptuntersuchung |
Das Prinzip: Nachbarbegriffe erklären sich gegenseitig. Profiltiefe, Verschleißanzeiger und TWI gehören zusammen, Lastindex und Geschwindigkeitsindex ebenso. Deshalb verweist jeder Eintrag auf zwei verwandte Begriffe, und mit einer Handvoll Klicks hast du eine ganze Familie durch.
Die Flanke als Einstieg
Der beste Einstieg in die Fachsprache steht auf deinem Reifen selbst. Nimm 205/55 R16 91 V. Fünf dieser Angaben haben eigene Einträge: Reifenbreite, Querschnittsverhältnis, Radialreifen, Lastindex und Geschwindigkeitsindex. Dazu kommen die Zusätze, die in Testberichten und Angeboten ständig auftauchen. XL-Reifen tragen verstärkt, die M+S-Kennzeichnung markiert Matsch und Schnee, und das E-Prüfzeichen, ein E im Kreis mit der Nummer des Genehmigungslandes, belegt die Zulassung. E1 steht für Deutschland. Wer die Zeile entziffert hat, versteht den Kern jedes Reifenangebots.
So liest du das Reifen-Lexikon
Jeder Eintrag folgt demselben Muster. Zuerst kommt die Definition in ein bis zwei Sätzen, dann die Erklärung, warum der Begriff für dich zählt, dann der Werkstattbezug: Was passiert, wenn der Wert fehlt oder nicht passt? Am Ende stehen zwei verwandte Begriffe und ein Verweis auf den passenden Beitrag. Berührt ein Begriff das Recht, nennen wir die Rechtsgrundlage. Wer nur die Definition braucht, hat sie nach zwei Sätzen und liest nicht weiter. Wer mehr will, folgt dem Verweis. Ein Beispiel sind die Standplatten, abgeflachte Stellen, die ein Reifen nach langem Stehen behält. Der Eintrag erklärt, wann sie nach einigen Kilometern Fahrt verschwinden und wann der Reifen bleibenden Schaden genommen hat. So weißt du schon vor dem Anruf in der Werkstatt, ob du dich sorgen musst oder nicht.
Die Verweise führen in alle Rubriken. Das Alpine-Symbol erklärt das Lexikon als Kennzeichnung, was daraus für dich folgt, steht in Winterreifenpflicht. Pannenset, Notrad und Runflat führen zu Reifenpanne, Laufleistung und Rollwiderstand zu Reifen kosten, Reifenalter und Lastindex zu Anhänger Reifen. Ein Glossar ohne diese Brücken wäre eine Wörterliste. Mit ihnen wird es zum Nachschlagewerk, das du neben dem Werkstatttermin offen haben kannst.
Im Reifenhandel sind Missverständnisse oft Wortmissverständnisse. Wer Lastindex und Geschwindigkeitsindex auseinanderhält, hat die halbe Beratung gespart.
Tobias Rehm, Kfz-Techniker und Reifenfachverkäufer
Das Reifen-Lexikon von A bis Z
Der Index unten sortiert alle 60 Begriffe alphabetisch. Tippe auf einen Begriff, um die Erklärung zu öffnen.
A
- AbrollumfangDer Abrollumfang ist die Strecke, die dein Rad bei einer vollen Umdrehung auf der Straße zurücklegt. Tacho, Kilometerzähler und ABS rechnen mit diesem Wert, darum darf er nach dem Reifenwechsel kaum abweichen.
- Alpine-SymbolDas Alpine-Symbol ist das Bergpiktogramm mit Schneeflocke auf der Reifenflanke. Seit dem 1. Oktober 2024 gilt bei winterlichen Straßenverhältnissen nur noch dieses Zeichen, M+S allein genügt nicht mehr.
- AquaplaningAquaplaning bedeutet, dass sich ein Wasserfilm zwischen Reifen und Fahrbahn schiebt und der Reifen aufschwimmt. Lenken und Bremsen funktionieren dann nicht mehr, bis die Räder wieder Kontakt zur Straße finden.
- Asymmetrisches ProfilEin asymmetrisches Profil hat auf der Innen- und der Außenseite des Reifens verschiedene Muster. Außen trägt es die Kurvenkräfte, innen schaufelt es Wasser weg, darum muss der Reifen seitenrichtig montiert sein.
- AuswuchtenAuswuchten heißt, Rad und Reifen mit kleinen Gewichten so auszugleichen, dass sich alles rund und ruhig dreht. Unwucht erkennst du meist am Flattern im Lenkrad zwischen 80 und 120 km/h.
C
- C-ReifenEin C-Reifen ist ein Reifen für Transporter und Lieferwagen, das C steht für Commercial. Er hat einen verstärkten Aufbau und trägt deutlich mehr als ein Pkw-Reifen in gleicher Größe.
- CP-ReifenEin CP-Reifen ist ein Reifen für Wohnmobile und Campingbusse, CP steht für Camping. Er hat verstärkte Seitenwände und verträgt höheren Druck, eine gesetzliche Pflicht dafür gibt es aber nicht.
D
- DiagonalreifenEin Diagonalreifen hat Cordlagen, die schräg gekreuzt über die Karkasse laufen. Bis in die 1950er Jahre war das die Standardbauart, heute fährst du Diagonalreifen vor allem an Oldtimern und kleinen Anhängern.
- DOT-NummerDie DOT-Nummer ist der Code auf der Reifenflanke, dessen letzte vier Ziffern das Herstellungsdatum nennen. So siehst du in Sekunden, wie alt ein Reifen wirklich ist.
E
- E-PrüfzeichenDas E-Prüfzeichen ist ein Kreis mit einem E und einer Zahl auf der Reifenflanke. Es zeigt, dass der Reifen typgenehmigt ist, und nennt das Land, das die Genehmigung erteilt hat.
- EinlagerungEinlagerung bedeutet, den Radsatz außerhalb der Saison trocken, kühl und dunkel aufzubewahren, im eigenen Keller oder beim Händler. Richtig gelagerte Reifen halten länger und liegen im Frühjahr ohne Standschäden bereit.
- EinpresstiefeDie Einpresstiefe, kurz ET, ist das Maß in Millimetern zwischen Felgenmitte und der Fläche, mit der die Felge an der Radnabe anliegt. Sie bestimmt, wie weit das Rad im Radkasten sitzt.
- EU-ReifenlabelDas EU-Reifenlabel ist der Aufkleber, der seit dem 1. Mai 2021 Rollwiderstand, Nasshaftung und Rollgeräusch neuer Reifen vergleichbar macht. Grundlage ist die Verordnung (EU) 2020/740.
F
- FelgenhornDas Felgenhorn ist der nach außen gebogene Rand der Felge, an dem der Reifenwulst anliegt. Es dichtet den Reifen ab, darum zeigen sich Schäden am Felgenhorn oft zuerst als schleichender Luftverlust.
- FlankenhöheDie Flankenhöhe ist der Abstand zwischen Felgenhorn und Lauffläche, also die sichtbare Seitenwand des Reifens. Du rechnest sie aus Reifenbreite mal Querschnittsverhältnis, bei 205/55 sind das 112,75 Millimeter.
G
- GeschwindigkeitsindexDer Geschwindigkeitsindex ist der Buchstabe hinter der Lastzahl auf der Reifenflanke und nennt die Höchstgeschwindigkeit, für die der Reifen zugelassen ist. V steht für 240 km/h, T für 190.
- GummimischungDie Gummimischung ist die Rezeptur, aus der Lauffläche und Unterbau eines Reifens bestehen. Sie legt fest, wie weich der Reifen bleibt, wie gut er bei Nässe greift und wie schnell er verschleißt.
H
- HöhenschlagHöhenschlag nennt man die Abweichung eines Rades vom runden Lauf in senkrechter Richtung. Das Rad hüpft leicht auf und ab, du spürst es als Vibration im Lenkrad, und kein Wuchtgewicht hilft dagegen.
K
- KarkasseDie Karkasse ist das Gerüst des Reifens aus gummierten Cordlagen, das den Luftdruck trägt und dem Reifen seine Form gibt. Ist sie beschädigt, lässt sich der Reifen nicht mehr reparieren.
- KomplettradEin Komplettrad ist ein fertig montiertes und gewuchtetes Rad aus Felge, Reifen und Ventil, oft samt RDKS-Sensor. Du schraubst es an die Radnabe, ohne dass jemand den Reifen von der Felge nehmen muss.
L
- LamellenLamellen sind feine Einschnitte in den Profilblöcken eines Reifens. Sie bilden zusätzliche Kanten, nehmen Schnee auf und machen Winterreifen auf Schnee und Matsch griffig, bei Nässe helfen sie ebenfalls.
- LastindexDer Lastindex ist die Zahl hinter der Reifengröße und gibt an, wie viel Kilogramm ein Reifen bei der zulässigen Höchstgeschwindigkeit tragen darf. Die Zahl 91 steht zum Beispiel für 615 Kilogramm.
- LaufleistungDie Laufleistung eines Reifens ist die Strecke in Kilometern, bis das Profil auf 1,6 Millimeter abgefahren ist. Sie schwankt je nach Modell und Fahrweise um Zehntausende Kilometer.
- LaufrichtungsgebundenLaufrichtungsgebunden heißt, dass das Profil eines Reifens nur in eine Drehrichtung arbeitet. Ein Pfeil und das Wort ROTATION auf der Flanke zeigen, wie der Reifen montiert sein muss.
M
- M+S-KennzeichnungDie M+S-Kennzeichnung steht für Matsch und Schnee und ist eine Selbstauskunft des Herstellers über das Profil. Als Winterreifen-Nachweis gilt sie seit dem 1. Oktober 2024 nicht mehr.
- MischbereifungMischbereifung bedeutet, dass an einem Auto unterschiedliche Reifen montiert sind, etwa verschiedene Marken, Profile oder Größen. Erlaubt ist das nur in engen Grenzen, der ADAC rät meist davon ab.
N
- NasshaftungNasshaftung bezeichnet den Grip eines Reifens auf nasser Fahrbahn. Auf dem EU-Reifenlabel wird sie in den Klassen A bis E angegeben, A steht für den kürzesten Bremsweg.
- NegativprofilDas Negativprofil ist der Anteil der Rillen und Einschnitte an der Lauffläche eines Reifens. Je höher er ist, desto mehr Wasser und Schnee passen ins Profil, desto weniger Gummi liegt auf der Straße.
- NotradEin Notrad ist ein schmales Ersatzrad, das nur für die Fahrt zur nächsten Werkstatt gedacht ist. Meist gilt Tempo 80, und der Reifendruck liegt deutlich höher als am normalen Reifen.
P
- PannensetEin Pannenset besteht aus Dichtmittel und Kompressor und bringt einen platten Reifen für die Fahrt zur Werkstatt wieder auf Druck. Es dichtet Löcher in der Lauffläche bis etwa 4 bis 5 Millimeter ab.
- ProfiltiefeDie Profiltiefe misst in Millimetern, wie tief die Hauptrillen der Lauffläche sind. Je flacher sie werden, desto schlechter drückt der Reifen Wasser und Matsch zur Seite.
Q
- QuerschnittsverhältnisDas Querschnittsverhältnis ist die zweite Zahl der Reifengröße, bei 205/55 R16 also die 55. Sie nennt die Flankenhöhe in Prozent der Reifenbreite und entscheidet damit über Komfort und Lenkgefühl.
R
- RadialreifenRadialreifen sind Reifen, deren Karkassenfäden im Winkel von etwa 90 Grad zur Fahrtrichtung verlaufen und von einem Stahlgürtel unter der Lauffläche gehalten werden. Bei Pkw ist das heute die Regel.
- Radmuttern nachziehenRadmuttern nachziehen heißt, Muttern oder Schrauben nach einem Radwechsel und den ersten Kilometern noch einmal mit dem vorgeschriebenen Drehmoment zu prüfen, weil sich die Verbindung setzen kann.
- RDKSRDKS steht für Reifendruckkontrollsystem. Es misst den Luftdruck oder rechnet ihn aus Raddrehzahlen und warnt dich per Kontrollleuchte, wenn ein Reifen Druck verliert. Neue Pkw müssen es seit November 2014 haben.
- ReifenalterDas Reifenalter ist die Zeit seit der Herstellung, abzulesen an der vierstelligen Datumsangabe in der DOT-Nummer. Gummi altert auch im Stand, deshalb zählt das Alter neben der Profiltiefe.
- ReifenbreiteDie Reifenbreite ist die erste Zahl der Reifengröße und gibt die Nennbreite von Flanke zu Flanke in Millimetern an. Bei 205/55 R16 sind das 205 mm.
- ReifendichtmittelReifendichtmittel ist eine zähe Dichtmasse aus dem Pannenset. Du füllst sie durchs Ventil in den platten Reifen, sie verklebt kleine Löcher in der Lauffläche von innen und bringt dich bis zur Werkstatt.
- ReifendruckDer Reifendruck ist der Luftdruck im Inneren des Reifens, gemessen in bar. Er bestimmt, wie viel Last der Reifen trägt, wie er auf der Straße steht und wie schnell sein Profil verschleißt.
- ReifenfreigabeEine Reifenfreigabe ist die schriftliche Bestätigung eines Herstellers, dass eine bestimmte Reifengröße für ein bestimmtes Fahrzeugmodell zulässig ist. Du brauchst sie, wenn die Größe weder im Schein noch im CoC steht.
- ReifengasReifengas ist ein anderer Ausdruck für Stickstoff, mit dem manche Werkstätten Reifen gegen Aufpreis füllen. Für normale Pkw bringt das nach Einschätzung des ADAC kaum Vorteile.
- ReifenreparaturReifenreparatur ist die fachgerechte Instandsetzung eines beschädigten Reifens in der Werkstatt, etwa nach einem Nagel in der Lauffläche. Sie funktioniert nur von innen und nur in engen Grenzen.
- RollwiderstandDer Rollwiderstand ist die Kraft, die ein rollender Reifen der Fahrt entgegensetzt, weil er sich ständig verformt. Er kostet Kraftstoff oder Strom und steht als Klasse A bis E auf dem EU-Label.
- RunflatRunflat-Reifen sind Notlaufreifen mit verstärkter Flanke. Sie tragen das Auto auch ohne Luftdruck weiter, sodass du nach einer Panne mit reduziertem Tempo bis zur Werkstatt kommst.
S
- SägezahnbildungSägezahnbildung nennt man ein ungleichmäßiges Abfahren der Profilblöcke, bei dem jede Kante auf einer Seite abgerundet und auf der anderen scharf bleibt. Das Profil fühlt sich dann wie eine Säge an.
- SchneekettenSchneeketten sind Ketten oder Textilbezüge, die du über die Antriebsräder legst, damit das Auto auf Schnee und Eis Vortrieb findet. Sie sind für geschlossene Schneedecken gedacht und nicht für freie Straße.
- SeitenwandDie Seitenwand, auch Flanke genannt, ist der Bereich des Reifens zwischen Lauffläche und Felge. Sie trägt die Beschriftung und fängt Stöße ab, ist aber gegen Schnitte und Beulen empfindlich.
- SpikesSpikes sind Hartmetallstifte in der Lauffläche von Winterreifen, die sich auf Eis festkrallen. In Deutschland sind Spikereifen auf Pkw grundsätzlich verboten, im Ausland gelten eigene Regeln.
- SpureinstellungDie Spureinstellung legt fest, wie die Räder einer Achse von oben gesehen zueinander stehen, leicht nach innen (Vorspur) oder nach außen (Nachspur). Sie bestimmt Geradeauslauf und Reifenverschleiß.
- StandplattenStandplatten sind abgeflachte Stellen an der Lauffläche, die entstehen, wenn ein Fahrzeug lange auf denselben Reifenpartien steht. Sie machen sich als Rumpeln in den ersten Kilometern bemerkbar.
- SturzDer Sturz beschreibt, wie stark ein Rad von vorn gesehen von der Senkrechten abweicht. Neigt sich die Oberseite nach innen, ist der Sturz negativ, neigt sie sich nach außen, ist er positiv.
T
- TWITWI steht für Tread Wear Indicator. Das Kürzel auf der Schulter des Reifens zeigt, wo in der Profilrille ein Verschleißanzeiger sitzt, der die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm markiert.
V
- VentilDas Ventil sitzt in der Felge und lässt Luft nur in eine Richtung in den Reifen. Gummiventile werden in die Bohrung gezogen, Metallventile verschraubt, und beide altern.
- VerschleißanzeigerDer Verschleißanzeiger ist ein kleiner Steg im Grund der Hauptrillen, der genau 1,6 mm hoch ist. Schließt er bündig mit der Lauffläche ab, hat der Reifen die gesetzliche Mindestprofiltiefe erreicht.
W
- WintertauglichkeitWintertauglichkeit bezeichnet die Eignung eines Reifens für Schnee, Eis und Kälte. Seit dem 1. Oktober 2024 gilt in Deutschland nur noch ein Reifen mit Alpine-Symbol als wintertauglich.
- WuchtgewichteWuchtgewichte sind kleine Metallstücke, die Monteure am Rad befestigen, um Unwucht auszugleichen. Sie wiegen zwischen 5 und 60 Gramm und werden entweder geklebt oder per Klammer aufgeschlagen.
X
- XL-ReifenXL-Reifen (Extra Load) haben eine verstärkte Karkasse und tragen deshalb mehr als ein Standardreifen derselben Größe. Die höhere Tragfähigkeit gibt es nur mit höherem Reifendruck.
Z
- ZR-ReifenZR-Reifen sind Radialreifen für Geschwindigkeiten über 240 km/h. Das Z stammt aus einer Zeit, in der V das Ende der Skala war, und steht heute fast nur noch zusammen mit W oder Y.
- Zulassungsbescheinigung Teil IDie Zulassungsbescheinigung Teil I ist der frühere Fahrzeugschein. Sie nennt in den Feldern 15.1 und 15.2 die zugelassenen Reifengrößen je Achse samt Last- und Geschwindigkeitsindex.
- ZwillingsbereifungZwillingsbereifung heißt, dass an einer Achse pro Seite zwei Reifen nebeneinander sitzen. Du findest sie an Transportern und Lkw mit hoher Hinterachslast, zum Beispiel am Sprinter-Fahrgestell.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Verordnung (EU) 2020/740 (Reifenlabel)
- UN-Regelung Nr. 30 (Reifen für Pkw)
- ETRTO Standards Manual (Reifen- und Felgenmaße)