Reifendruck
Der Reifendruck ist der Luftdruck im Inneren des Reifens, gemessen in bar. Er bestimmt, wie viel Last der Reifen trägt, wie er auf der Straße steht und wie schnell sein Profil verschleißt.
Von Lena Brandt, fachlich geprüft von Tobias Rehm. Stand Oktober 2026.
Reifendruck: Sollwert im Türrahmen
Auf einem Aufkleber an der Tankklappe oder im Türrahmen, außerdem in der Betriebsanleitung. Meist gibt es zwei Werte, einen für leichte und einen für volle Beladung. Die Zahl auf der Flanke, „Max. Press.“, ist etwas anderes: Das ist der Höchstdruck, den der Reifen aushält, nicht der Sollwert deines Autos. Bei vollem Gepäck oder Anhängerbetrieb gilt der höhere Wert, im Urlaub mit vier Personen also fast immer. Gemessen wird in bar, manche Tankstellen zeigen PSI.
Reifendruck messen, aber kalt
Der ADAC rät zu einer Kontrolle mindestens einmal im Monat, besser alle zwei Wochen und vor langen Fahrten. Miss vor der Abfahrt oder nach wenigen Kilometern. Ein warmer Reifen zeigt mehr an, und wer dann Luft ablässt, fährt später zu weich. Pro 10 Grad Temperaturunterschied ändert sich der Druck um etwa 0,1 bar, der erste Frost im Herbst verlangt also einen Blick aufs Manometer. Beim Radwechsel im Herbst und im Frühjahr prüfst du ihn gleich mit, denn dann sind die Räder ohnehin in der Hand. Das RDKS nimmt dir die Messung nicht ab, es schlägt meist erst bei deutlichem Verlust an.
Was zu wenig Druck kostet
| Abweichung | Folge |
|---|---|
| 0,4 bar zu wenig | mehr Verschleiß, bis zu 0,3 l/100 km Mehrverbrauch |
| 0,5 bar zu wenig | Fahrverhalten spürbar schlechter |
| Warm gemessen | Wert zu hoch |
Zu wenig Druck ist der häufigere Fehler. Bei Reifen mit schleichendem Verlust hilft die Ursachensuche: Reifen verliert Luft führt dich durch Ventil, Felge und Fremdkörper. Ob Stickstoff etwas ändert, klärt der Eintrag zu Reifengas.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Reifendruckaufkleber und Betriebsanleitung des Fahrzeugherstellers