Reifenbreite
Die Reifenbreite ist die erste Zahl der Reifengröße und gibt die Nennbreite von Flanke zu Flanke in Millimetern an. Bei 205/55 R16 sind das 205 mm.
Von Lena Brandt, fachlich geprüft von Tobias Rehm. Stand Oktober 2026.
Reifenbreite: die erste Zahl der Größe
Bei 195/65 R15 sind es 195 mm, bei 245/45 R18 schon 245 mm. Die Reifenbreite wird von einer Flanke zur anderen gemessen, ohne Schutzrippen und Beschriftung. Sie steht immer in Millimetern, Querschnitt und Felge folgen in Prozent und Zoll. Zusammen mit dem Querschnittsverhältnis legt sie fest, wie hoch die Flanke steht. Bei Reifen im Alltag ist sie die Zahl, die du beim Händler als Erstes nennst. Wie der Rest der Größe zusammenhängt, steht im Reifen-Lexikon.
Reifenbreite und Preis: breiter heißt teurer
Mehr Gummi auf der Straße gibt in Kurven mehr Seitenführung. Dafür steigen Gewicht und Rollwiderstand, und auf Wasser schwimmt ein breiter Reifen früher auf. Continental beschreibt die 205 als Kompromiss aus Rollwiderstand, Grip und Bremsweg. Bei Kleinwagen Reifen mit 165 bis 185 mm Breite zahlst du am wenigsten. Preise 2026 je Reifen:
| Größe | Budget | Premium |
|---|---|---|
| 175/65 R14 | 40 bis 55 Euro | 70 bis 95 Euro |
| 205/55 R16 | 50 bis 70 Euro | 95 bis 135 Euro |
| 235/40 R18 | 85 bis 110 Euro | 150 bis 210 Euro |
Reifenbreite und Felge
Jede Reifenbreite passt nur auf einen engen Bereich von Felgenbreiten, und die Einpresstiefe entscheidet, ob das Rad im Radhaus frei läuft. Erlaubt sind die Größen aus den Feldern 15.1 und 15.2 der Zulassungsbescheinigung, aus dem CoC oder mit Freigabe. Eine zu breite Wunschgröße scheitert deshalb oft nicht am Geld, sondern am Radlauf. Tobias Rehm winkt bei Spargrößen ab: Wer auf 195 statt 205 geht, um Sprit zu sparen, muss die Größe trotzdem in den Papieren finden. Ich würde nie auf Verdacht kleiner kaufen, sondern die Zeile in Feld 15.1 abschreiben.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Zulassungsbescheinigung Teil I, Felder 15.1 und 15.2