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Radmuttern nachziehen

Radmuttern nachziehen heißt, Muttern oder Schrauben nach einem Radwechsel und den ersten Kilometern noch einmal mit dem vorgeschriebenen Drehmoment zu prüfen, weil sich die Verbindung setzen kann.

Von Lena Brandt, fachlich geprüft von Tobias Rehm. Stand Oktober 2026.

Radmuttern nachziehen: wann und warum

Wer Reifen selbst wechselt, weiß, wie fest das Radkreuz zieht. Trotzdem setzen sich frisch montierte Felgen auf der Nabe, und die Klemmkraft der Muttern kann nachlassen, ohne dass du etwas merkst. Zwischen Felge und Nabe sitzen Lack, Rost und manchmal ein Rest Bremsstaub. In den ersten Kilometern drückt sich das platt, und die Muttern verlieren etwas Vorspannung. Continental rät zum Nachziehen nach 50 Kilometern, AUTO BILD nennt 50 bis 100. Der ADAC sieht es gelassener: Wer mit dem richtigen Drehmoment montiert hat, dessen Rad hält. Ich würde es trotzdem tun, vor allem bei Leichtmetall und bei einem Komplettrad, das frisch aus der Einlagerung kommt.

Radmuttern nachziehen in vier Schritten

  1. Das Auto steht eben, das Rad hängt nicht in der Luft.
  2. Der Drehmomentschlüssel ist auf den Wert der Betriebsanleitung eingestellt, je nach Modell zum Beispiel 110 Nm bei M12 x 1,5.
  3. Die Muttern kommen über Kreuz dran, bis der Schlüssel klackt.
  4. Danach nicht noch einmal ansetzen, das belastet nur das Gewinde.

Nach dem Werkstattbesuch

Lässt du die Räder wechseln, steht der 50-Kilometer-Hinweis meist auf dem Auftrag. Du fährst danach wie gewohnt, nur der Schlüssel kommt einmal ans Rad. Wer sich unsicher ist, fährt kurz zur Werkstatt vorbei, dort ist ein Drehmomentschlüssel in Sekunden angesetzt. Wie du einen Betrieb auswählst, steht unter Reifen online oder in der Werkstatt kaufen. Die Begriffe rund um den Radwechsel sammelt das Reifen-Lexikon.

Quellen und Rechtsgrundlagen

  • Betriebsanleitung des Fahrzeugherstellers (Anzugsdrehmoment)