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Seitenwand

Die Seitenwand, auch Flanke genannt, ist der Bereich des Reifens zwischen Lauffläche und Felge. Sie trägt die Beschriftung und fängt Stöße ab, ist aber gegen Schnitte und Beulen empfindlich.

Von Lena Brandt, fachlich geprüft von Tobias Rehm. Stand Oktober 2026.

Was auf der Seitenwand steht

Die Seitenwand reicht von der Lauffläche bis zum Felgenhorn. Ihre Höhe ergibt sich aus Breite und Querschnittsverhältnis, die Flankenhöhe lässt sich ausrechnen. Jeden Aufdruck von A bis Z erklärt das Reifen-Lexikon, hier vier gängige:

Aufdruck Bedeutung
205/55 R16 Breite, Querschnitt, Radialbauart, Felge in Zoll
91V 615 kg Tragfähigkeit, bis 240 km/h
DOT 2524 Woche 25, Jahr 2024
Berg mit Schneeflocke Alpine-Symbol, Winterreifen

Schäden, die kein Flicken rettet

Beulen bedeuten gerissene Fäden in der Karkasse. Schnitte und Risse legen das Gewebe frei. An keiner dieser Stellen wird repariert, weil die Flanke bei jeder Umdrehung arbeitet. „Meistens war es ein Bordstein beim Einparken“, sagt Tobias Rehm, „und der Fahrer hat es nicht einmal gemerkt.“ Ein Reifen mit Beule kann Wochen halten und dann ohne Vorwarnung Luft verlieren. Je niedriger die Flanke, desto weniger Puffer bleibt: Bei 225/45 R17 sind es gut 100 mm, bei 235/35 R19 nur noch gut 80 mm bis zum Felgenhorn. Ein Schlagloch fängt die hohe Flanke eher ab, die niedrige quetscht sich schneller an der Felge ein. Wie du Schäden einordnest, zeigt Reifenschaden erkennen.

Seitenwand prüfen

Schlag die Lenkung ein, damit du auch die Innenseite siehst, und fahr mit der Hand langsam an der Flanke entlang. Eine Beule spürst du oft schneller, als du sie siehst. Das gilt für alle Reifen am Auto, auch für das Reserverad. Reifen, die lange gestanden haben, bekommen an der Flanke feine Risse, die man mit der Fingerkuppe spürt.