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Wuchtgewichte

Wuchtgewichte sind kleine Metallstücke, die Monteure am Rad befestigen, um Unwucht auszugleichen. Sie wiegen zwischen 5 und 60 Gramm und werden entweder geklebt oder per Klammer aufgeschlagen.

Von Lena Brandt, fachlich geprüft von Tobias Rehm. Stand Oktober 2026.

Wuchtgewichte: kleben oder schlagen

Das Reifen-Lexikon führt die Wuchtgewichte als Ergebnis eines Arbeitsgangs. Auf der Wuchtmaschine zeigt das Display, wo am Rad wie viel Gramm fehlen. Die Maschine dreht das Rad auf der Welle, Sensoren messen die Schwingung, und die Software rechnet Ort und Gramm aus. Zeigt sie innen 25 und außen 15 Gramm, bekommt das Rad zwei Gewichte, zusammen 40 Gramm, und läuft ruhig. Auf Leichtmetallfelgen klebt das Gewicht auf der Innenseite des Felgenbetts, bei Stahlfelgen und manchen Alurädern wird es per Klammer auf das Felgenhorn geschlagen. Früher bestanden sie aus Blei, heute kommen Zink oder Stahl zum Einsatz.

Wuchtgewichte am Rad lesen

Ein sauber ausgewuchtetes Rad trägt oft zwei Gewichte, eines innen und eines außen. Helle Abdrücke in der Felge zeigen, wo eines gesessen hat. Fehlt eines, bemerkst du es nach dem Radwechsel am Lenkrad: Es flattert. Bei Tobias Rehm kommen Räder vor, an denen ein Klebegewicht nach wenigen Wochen abgefallen war, weil die Fläche vor dem Kleben nicht entfettet wurde. Braucht ein Rad auffallend viele Gramm, lohnt die Suche nach der Ursache: verbogene Felge, falsch sitzender Reifen. Wann Vibrationen vom Rad stammen und wann nicht, klärt Reifen vibrieren.

Neue Gewichte beim Reifenwechsel

Wer neue Reifen aufziehen lässt, bekommt neue Gewichte, denn Klebegewichte lassen sich nicht wiederverwenden. Der Vorgang heißt Auswuchten und kostet 2026 meist 5 bis 10 Euro je Rad. Auf polierten Alufelgen würde ich immer Klebegewichte nehmen, weil Klammern den Lack am Felgenhorn zerkratzen. Fahr nach dem Reifenwechsel einmal mit 80 km/h über die Landstraße: Zittert das Lenkrad, geh zurück zur Wuchtmaschine.